Grundstücke in Alaska

Gletscher, Berge und Seen

Moderator: micha

Grundstücke in Alaska

Beitragvon Loon » Mo 9. Mai 2005, 12:41

hallo!
also ich bin neu hier und hab schon mal meine erste frage!
ich denke die passt ganz gut zu geografie...
wie ist das heutzutage mit grundstückskauf in alaska.
früher hat man land kostenlos oder mit subventionen bekommen, wenn man sich bereiterklärt hat irgendeine "verbesserung" (eine hütte bauen, ackerbau, etc. )zu machen. wie ist das heute? und wo kann man richtig viel wildes land (im umkreis von 200 km kein mensch :mrgreen: ) kaufen?
das interesiert mich schon seit ewigkeiten.
gruß philip
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Beitragvon micha » Mi 11. Mai 2005, 00:05

hallo philip,

was du hier ansprichst ist das sog. "homesteading program", das leider 1986 eingestellt wurde. leider weiß ich nicht, ob man als "ausländer" in alaska ohne weiteres land kaufen kann. denke aber, dass das schon geht. anbei noch ein paar links zum thema homesteading und landkauf in alaska:

http://www.dnr.state.ak.us/mlw/landsale/
http://www.dnr.state.ak.us/pic/faq.htm
http://www.dced.state.ak.us/oed/student ... eading.htm
http://www.xyz.net/~rls/homestead/home.html

ich hoffe, das hilft dir etwas weiter.

wenn du willst kann ich mich vor ort schlau machen, wenn ich in zwei wochen wieder rüberfliege.


viele grüße
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Beitragvon Loon » Mi 11. Mai 2005, 15:19

naja, so dringend ist das jetzt leider :( nicht :mrgreen:
das war nur aus reinem interesse...
aber schade ist das trotzdem :( . und wie ist das mit blockhüttenbau?
mein onkel (lebt in kanada) hat mir mal erzählt man dürfte überall in unbesiedeltem gebiet (also das keinem gehört) eine blockhütte erichten.
gilt das nur für kanada oder auch für alaska? und stimmt das überhaupt?
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Grundstücke in Alaska

Beitragvon akutuq » Mo 25. Jul 2005, 14:28

Wir neigen gerne Alaska und alles was damit zu tun hat zu idealisieren, aber leider gehört jeder Flecken Land aber schon jemandem und wird von jemandem auf eine oder andere Weise benutzt. Meist ist es sogenanntes "federal land" und wird von US Forest Service, National Park Service, US Fish & Wildlife Service, BLM (Bureau of Land Management) oder der Army verwaltet, oder es ist "state land" und als State Park, State Forest oder "nur so" von DNR (Dept. of Natural Resources) verwaltet, oder es ist "native land" das einer regional native oder village corporation gehört.

Im Gegensatz zu den lower-48 Staaten hat es in Alaska keine Indianerkriege gegeben, mit blauröckiger Kavalerie und so, also hat fast alles Land in den man erstes Öl in Prudhoe gefunden hat noch den Natives gehört. Also wurden mit dem Alaska Statehood Act in 1959, dem Alaska Native Claims Settlement Act (ANCSA) in 1971 und dem Alaska National Interest Lands Conservation Act (ANILCA) in 1987 "legale" Wege gefunden um ihnen manches Land zu geben und ihnen das meiste Land abzunehmen.

Mit 1987 war es also auch mit Homesteading im wesentlichen vorbei. Zumindest vor dem 11. September 2001 konnten Ausländer (sprich non-US citizens) Grund besitzen. So manch schöner und abgelegener Fleck einer ehemaligen Homestead lässt sich heute über den dortigen Immobilienhandel und für eine gute Stange Geld erwerben. Für eine kurze Abenteuerphase im Leben aber zu teuer.
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Beitragvon akutuq » Mo 25. Jul 2005, 14:29

Googlen mit "alaska remote properties"!
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Beitragvon micha » Di 26. Jul 2005, 06:49

hallo akutuq,

willkommen in unserem kleinen aber feinen forum und herzlichen dank für deinen tollen beitrag.

wie ich sehe, bist du des inupiaq mächtig. ohne jetzt zu neugierig klingen zu wollen. darf ich fragen, wie weit diese sprachkenntnisse reichen?


viele grüße
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Beitragvon akutuq » Di 26. Jul 2005, 09:35

Ich kann wahrscheinlich nur doppelt so viele Begriffe wie Inupiaq-Inuit-Worte ins Deutsche entliehen sind: qayaq, akiya, parka, anorak

Kleinkinder die alles Erleben wollen und überall die Nase drinnen haben müssen sind 'pakak'. Wenn Inupiaqkinder aufs Klo müssen -gross, Nummer zwei- dann sagen sie 'anaq'. Wenn sie hinten im Parka getragen werden wollen, sagen sie 'amm-aa'. Im Sommer gibt es im Lager oft lästige Schmeißfliegen, die heissen 'nuvii-vak'. Zu Festen wird 'akutuq' geteilt, das ein gerührtes Speiseeis, aber ohne Zucker und mit Preiselbeeren, zerstampftem getrockneten Fleisch und ausgelassenem Fett (heute aber meiste Crisco aus dem Dorfladen oder von Fred Meyers) . Dann gibt es noch 'muktuq' aber das will man als Europäer wirklich nicht essen.

Ich habe 18 Jahre in Alaska gelebt, dort viele Wildnisreisen im Frühjahr und Sommer, zu Fuß, im Kanu oder per Schi/Hundeschlitten für Freunde und Gäste aus Europa geführt, beraten und betreut. Meine deutsche Ex konnte es dort nicht aushalten, jetzt bin ich alleinerziehender Vater in Deutschland. C'est la vie!
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