Ich kann schon verstehen, dass alles was mit der USA inzwischen zu tuen hat, ‘böse’ erscheint.
Man muss sich darueber ja wirklich nicht wundern
Das Land, seine Politik und der President haben sich dies selbst zu verschulden.
Allerdings kam ich letztens aus Deutschland nach Seattle zurück und stellte fest, dass die Wirklichkeit nicht so ist wie es in der Theorie erscheint.
In Seattle nimmt man erst sein Gepäck vom Fliessband und stellt sich dann in zwei, drei oder vier Linien als Ausländer an, um ‘überprüfet’ zu werden.
Als ich in der grossen Zollhalle nach 90 Minuten Wartezeit in der Schlange stand, guckte ich mich um und überflog die Menschenmenge hinter mir. Zwei Flüge aus Japan, einer aus Indien, einer aus Frankfurt. Ca. 400 Menschen in einer Linie die sich ueber knappe 100 Meter bis zu den 12 Gepäck Bändern der Halle zogen. Ein Menschenmeer.
Alle müde, alle nach 10-stündigen Flügen (oder mehr) leicht genervt und manche Kleinkinder im Halbkoma oder schreiend komplett überlastet.
Natürlich kenne ich diese Show da ich jedes Jahr zwei Mal in meine alte Heimat fliege.
Fuer das Menschenmeer in dem ich stand gab es nur 5 Zollbeamte. Alle 2 Minuten gingen die Reihe der Menschen vor mir nur fünf Schritte voran. Übrigens war es dabei angenehm zwischen Leuten aus Japan zu stehen und musste damals lächeln: Asiaten dieser Art lassen sich ihre stoische Geduld auch in einem Zollbereich anmerken. ![]()
Nun aber zum eigentlichem Grund meines Schreibens:
Was immer die Administration der USA mit Trompeten verkündet hat oder Gerüchte besagen ist in der Realität nicht war.
Ich sah im grossem Zoll-Saal wie auch in früheren Jahren mehrere hundert Leute vor mir durch den Zoll gehen.
Es gab nur einen kurzen Check des Passes und dann wurden sie durch gewinkt.
Ein Drogenhund ging durch die Reihen der Wartenden. Wen immer der Hund anwedelte musste seinen Pass zeigen und wurde später untersucht.
Ansonsten ? Nichts.
Keine Aggression, keine speziellen Prüfungen und sicherlich kein Chaos.
Man wurde mit einem kurzem Check einfach durch gewinkt nachdem das Visa gecheckt war.
Der hoch gebauschte Bericht ueber eine Tattoo-Kuenstlerin die abgewiesen wurde ist natuerlich war.
Touristen duerfen in der USA nicht arbeiten und jeder Verdacht auf Arbeit wurde schon immer verfolgt. Was wuerden sie denn sagen, wenn jemand mit Hammer, Saege und Massband einreist ?
Dies war schon immer so: Verdacht auf einen Versuch illegal in der USA zu arbeiten wurde bestraft.
——
Ich denke, dass all die dummen Drohungen eines eher ’speziellen’ Präsidenten auch eher ’spezielle’ Gerüchte hervor gerufen haben.
Hier in diesem Forum sind es ja nun wirklich inzwischen eher reine Hetzereien die auf gutem von der USA-Politik gedüngtem Boden gedeihen.
Aber so wie ich es sehe, sind alle Worte von beiden Seiten meist nur Gerüchte, Drohungen und halbherzige nicht selbst erlebte Theorien.
In der Realität (so wie ich es erlebt habe) ist bei Einreisen in der Realität also ziemlich alles beim Altem geblieben.
Trotzdem sind die USA trauriger Weise sicherlich nicht mehr das Land, in das ich vor 45 Jahren eingereist bin.