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Kleine Geschichten vom Reisen in Canada, USA und den Huskytrails der Welt !

  • Snowdog
  • April 13, 2025 at 1:53 PM

There are 57 replies in this Thread which has previously been viewed 5,171 times. The latest Post (December 31, 2025 at 6:25 PM) was by alaskadeutscher93.

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    • April 13, 2025 at 1:53 PM
    • #1

    Ich möchte mit einer Anekdote von unserer ersten mehrwöchigen Tour rund um den Kebnekaise beginnen.

    In der letzten Nacht vor der komfortablen Lodge von Kenth Fjellborg bei Jukkasjärvi übernachteten wir am Lagerfeuer auf einer Lichtung im schwedischen Wald.

    Die Nacht war kalt und die Kälte wurde von uns mit Tee und reichlich Rumeinlagen (Captain Morgan) bekämpft.

    Am nächste Morgen beschwerte sich Wulf, er habe schlecht geschlafen, der Schlafsack sei so eng gewesen. Der Kommentar von Uwe kam sofort. U.: "Na ja, du warst ja auch zu zweit darin !" W.: " Zu zweit ??" U.: "Na klar, du & Captain Morgan !" 😁

    Wulf sagte nichts mehr, aber die Revanche kam für ihn in der letzten Nacht der Tour. Wir übernachteten in einem traditionellen Lavvu (Samentipi) und der Boden war mit nicht gegerbten, sondern nur luftgetrockneten Rentierfellen ausgelegt. Leider haaren diese Teile wie S.. und als Uwe mal aufstand, war sein ganzer Hintern und Rücken mit Rentierhaaren dick bedeckt. Prompt kam Wulf's Kommentar : "Uwe, ich glaube, es wird Zeit, daß wir nach Hause kommen, dein A.... sieht schon aus, wie der von einem Rentier !" 😄

    Der Umgang auf dieser Tour war manchmal "hart" aber herzlich und es spricht für sich, daß der größte Teil der Teilnehmenden auch nach 23 Jahren noch befreundet ist.


    Schön war's ! Swabian Snowdog

    Wer sagt,Glück kann man nicht anfassen, hat noch nie einen Hund gestreichelt ! (div. Quellen)
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    • April 17, 2025 at 3:04 AM
    • #2

    Hallo zusammen,

    Peter Kamper schrieb in einem Beitrag hinsichtlich der Grenzabfertigung u.a. folgende Passage : "Oft lohnt es mit Leuten offen zu reden und zu danken.
    Auch habe ich heraus gefunden, dass es meist besser ist seine eigene Hilflosigkeit zuzugeben anstatt Ärger anderen gegenüber zu zeigen.«

    Ein gutes Beispiel dazu erlebten MalamuteLady & ich in 2007 bei unserem ersten Grenzübertritt nach Canada in Vancouver.

    Unser Flieger landete mit Verspätung in Vancouver und es war abzusehen, daß es mit dem letzten Anschlußflug dieses Tages nach Whitehorse eng werden würde. Das ganze wurde noch dadurch kompliziert, daß schon am nächsten Tag unsere Huskytour beginnen sollte und wir im Riesenflieger ganz hinten gesessen hatten. Jetzt standen mehr als 300 Passagiere an nur wenigen Abfertigungsschaltern vor uns. Das würde nie reichen !

    Guter Rat war teuer. Damals gab es auf dem Vancouver-Airport eine Gruppe von Leuten, die Jacken in Mounty-Rot trugen mit einer Aufschrift wie "Help Warden" oder so ähnliches. Ich wendete mich also an einen dieser Herren und schilderte ihm unser Problem und fragte, ob es nicht eine schnellere Möglichkeit der Abfertigung gäbe. Das hörten auch 2 Damen aus unserem Flieger und erklärten, sie würden sich gerne anschließen. So lernten wir die "Düsselgirls" kennen, mit denen wir später noch 3 weitere Male auf Huskytour waren.

    Der angesprochene Herr öffnete bereitwillig ein Barriereband und führte uns zu einem Extra‐Schalter mir nur einer kleinen Menge von Wartenden vor einer Abfertigungsbox mit einer Grenzbeamtin. Als der letzte Einreisende vor uns die Box verließ, traten wir sofort an die Box heran. Prompt ernteten wir ein ärgerliches "I didn't expect you here yet !" Mit einem "sorry" erklärte ich ihr, daß wir in Zeitdruck seien, da am anderen Tag unsere Huskytour beginne.

    Im einem total freundlichen Ton kam es zurück : "Oh, you go Mushing ! OK, I will help you !" Und das tat sie auch ! Mit einem extra Vermerk und einem entsprechenden Zettel versehen, wurden wir bei allen weiteren Abfertigungspunkten bevorzugt behandelt und erreichten im Galopp noch unseren Whitehorse‐Flieger. Sie hatten extra auf uns gewartet ! Selbst das Gepäck wurde in Whitehorse vollständig ausgeladen ! Alles in allem eine tolle Hilfe und super Service !

    Seitdem ließ ich bei jedem Grenzüberschritt nach Canada oder Alaska anklingen, das ich für einen längeren Huskytripp unterwegs sei und erhielt jedesmal dieses positive Feedback.

    Ich bin mir aber nicht so ganz sicher, ob das aus Begeisterung für einen Tourist geschah, der sich für einen Traditionssport interessierte, oder ob sie ihn einfach nicht für so ganz 'zurechnungsfähig' hielten. 😉 😁


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    Edited 2 times, last by Snowdog (April 17, 2025 at 8:32 AM).

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  • Snowdog June 15, 2025 at 1:02 AM

    Changed the title of the thread from “Kleine Geschichten von Reisen in Canada, USA und den Huskytrails der Welt !” to “Kleine Geschichten vom Reisen in Canada, USA und den Huskytrails der Welt !”.
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    • June 15, 2025 at 4:57 PM
    • #3

    Wie mich deutsche Rechtschreibung fast einen Anschlußflug in Seattle kostete :

    Die Situation war folgende : Von Whitehorse zurück nach Frankfurt ging es an gewünschten Termin nur über Vancouver > Seattle > Ffm. Mit kl.Transferflug zwischen Canada und USA. Alles war sehr eng getaktet.

    Mein Name schreibt sich im Vornamen mit ü und im Nachnamen mit ö. So muss es auch in meinem Reisepass stehen. Für ein Flugticket gibt es diese Umlaute aber nicht : dort steht also ue & oe.

    Bei der Passkontrolle bereits in Vancouver bekam der US-Beamte aber einen "Tapferkeitsanfall" und erklärte wechselweise entweder meinen Pass oder das Flugticket als gefälscht ! Davon war er auch mit allen Erklärungen nicht abzubringen.

    Also verlangte ich jemand Höheren zu sprechen. Aber die erscheinende Chefin hörte auch nicht genau hin und verteidigte nur das Vorgehen ihres untergebenen Beamten.

    Die Zeit rannte uns davon ! Dennoch fragte ich ruhig, aber sehr bestimmt nach einem noch höheren Beamten. Als dieser kam, erklärte ich zum 3. mal die differente Schreibweise des Namens und fügte als weiteren Beweis meine Visitenkarte des amerikanischen Konzerns Eli Lilly hinzu, wo mein Name auch mit ü & ö geschrieben stand. So ganz nebenbei bemerkte ich noch, daß ich bei meinen Reisen in die Zentrale in Indianapolis noch nie solch Probleme gehabt hätte.

    Da ging es auf einmal ganz schnell und wir erreichten gerade noch den Transferflug nach Seattle.

    Tja, wenn einer eine Reise tut, kann er was erzählen !


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    Edited once, last by Snowdog (June 15, 2025 at 5:03 PM).

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    • June 15, 2025 at 4:58 PM
    • #4

    * In Kürze folgt von mir eine Geschichte über die Rezitation eines Gedichtes von Robert Service am winterlichen Yukonufer in Whitehorse. Stay tuned.

    * Natürlich würden hier auch die Geschichten anderer Foristen gut hinpassen, die man eben in "normalen" Reiseberichten so nicht mit erzählt. Also auf, frisch ans Werk !


    Ich freue mich auf "Mitschreiber" ! Swabian Snowdog


    * Hallo alaskadeutscher93, du hast doch sicher auch einen großen Vorrat solch kleiner Geschichten in deinem Fundus ?

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    • June 26, 2025 at 12:35 PM
    • #5

    Hier jetzt die versprochene Geschichte von einer bemerkenswerten Rezitation eines Gedichtes von Robert Service.

    2007 & 2008 hatten wir auf unseren Trails am Yukon "Bushman" Trevor Braun als unseren Tourguide.

    Jeden Abend, egal ob Hütte, Zelt oder am Lagerfeuer, griff er zu einem etwas zerfledderten Gedichtband und las uns von "Sam McGee" und all den anderen Stories von Robert Service daraus vor. Und wie er diese Verse rezitierte, einfach "göttlich".

    Auch bei meinem Besuch in 2014 musste er wieder eine Gedichtslesung für mich bei ihm zu Hause machen. So war es auch 2020 geplant, als ich mit meinem Schwager (er spricht kaum Englisch) den Yukon zum YQ besuchte.

    Eines Abends wollen wir zusammen essen gehen und ich frage Trevor , ob er vorher eine Lesung machen kann, wenn wir ihn und seine Frau abholen. "Ja, heute abend, aber nicht jetzt" ist seine Antwort, steckt den Gedichtband in die Tasche und setzt sich ins Auto.

    Was wird das jetzt, denke ich, will er etwa im Restaurant lesen ? Aber Trevor hat andere Pläne !

    Der Weg am Yukonufer ist beleuchtet und die Bäume tragen noch die erleuchtete bunte Weihnachtsdekoration. Diesen Weg steuert Trevor nach dem Essen an, bleibt nach einiger Zeit an einer besonders schönen Stelle unter einer Laterne stehen, zieht das Buch hervor und rezitiert, den gefrorenen Yukon an seiner Seite, mein Lieblingsgedicht "Spell of the Yukon".

    Das tut er in einer Art und Weise, daß auch einige späte Spaziergänger spontan stehen bleiben und mit zuhören. Als er geendet hat, gibt es von diesen Applaus auf offener Szene und mein Schwager erklärt : "Ich habe zwar kein Wort verstanden, aber es ist mir kalt den Rücken runtergelaufen".

    Ja, es war schon ein besonderes Erlebnis, diese nächtliche Dichterlesung am winterlichen Yukonufer !


    Travel on Swabian Snowdog

    P.S.: Den zerfledderten Gedichtband von 2007/2008 habe ich nach den Touren von Trevor geschenkt bekommen. Er ziert jetzt meine Yukon-Memorywand und ist eine meiner wertvollsten Erinnerungen an unvergessliche Trails.

    P.P.S.: Ich habe dann mal in meinen Erinnerungen gekramt und weitere 15 Kurzgeschichten gefunden, die interessant sein könnten. Sie spielen am Yukon, in Alaska, aber auch in Norwegen/Schweden und im Engadin. Wenn ihr was davon lesen wollt, schreibt doch mal, was euch als nächstes interessiert ! Alaska/Yukon oder mal zur Abwechslung etwas aus Skandinavien oder dem Engadin ? Freue mich auf euer Feed-Back !

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    Edited 4 times, last by Snowdog (June 27, 2025 at 12:24 AM).

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    • June 28, 2025 at 4:02 PM
    • #6

    Ich möchte ja nicht nur den Blick auf die Tollheiten des D.T. richten !

    Deshalb hier eine Anekdote aus dem Jahr 2008 von der Scuttlebug-Lodge in Braeburn/Yukon.

    Als unsere Sleddoggruppe dort eine 2tägige Rast einlegte, fiel sofort ein Durchschußloch in der Scheibe des Vorraums der Haupthütte auf.

    Ich fragte Don, den Eigner der Lodge, ob er von innen geschossen habe oder ob es Nachbarn auf ihn abgesehen hätten ?

    Er lachte und bestätigte, daß der Schuß von innen nach aussen ging. Trotz Tobens des Hundes habe ein Bär im Herbst versucht, die Scheibe mit seinen Vorderpfoten einzudrücken. "Bevor er das schaffte, mußte ich handeln, also habe ich durch die Scheibe auf ihn geschossen. Danach war er weg. Ich musste auf jeden Fall verhindern, daß er hier rein kam", erklärte Don.

    Ich fragte ihn, ob er nach dem Bär geschaut habe ? "In der Nacht nach einem angeschossenen Bären, .... bin ich lebensmüde ?" war die Antwort. Auch am nächsten Tag sei nichts mehr von ihm zu finden gewesen.

    Ich fragte weiter, warum das Loch noch da sei und bekam zur Antwort, es habe Zeit bis zum wärmeren Sommer, die Scheibe zu ersetzen. In 2020 war sie dann tatsächlich heil. 😁

    2 Sachen habe ich aus der Geschichte gelernt :

    1) Das Leben in der Yukon-Wildnis ist nicht immer so "easy".

    2) Auch am Yukon kennt man das Schwäbische : " No et hudla, g'rad' wenn's pressiert !" (Nicht hetzen, gerade wenn's eilig ist).

    Ja, auf so einer Huskytour kann man halt die verschiedensten Sachen lernen.


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    • July 11, 2025 at 3:17 AM
    • #7

    Hallo Forum-Gemeinde !

    Es ist wieder mal Zeit für eine kleine Geschichte vom Reisen. Diesmal von einer Huskytour in Schweden und einem thematischen Abstecher in die Schweiz 🇨🇭.

    Vorab, seit ca. 29 Jahren verbringen wir in jedem Winter einen oder mehrere Urlaube im Ort Madulain im Engadin. Es ist ein recht kleiner Ort in der Nähe von Bever und dem Flughafen Samedan. Viele fragten uns oft, wo das : "Madu..dingsda" denn sei ?

    Aber zurück zur Huskytour. Auf unserem Weg zum Kebnekaise (Schwedens höchster Berg) versprach uns unser Guide einen Stop auf einem echt samischen Bauernhof in einer Samen-Kote. Der Hof liegt im kl. Ort Øvre Soppero, ca. 80 km nördlich von Kiruna.

    Der Eigner empfing uns in etwas schäbiger, gesteppter Jacke und Hose sowie ein Stiefel mit Schnürsenkel und der andere mit Bindfaden gebunden. Ookayyy ! Arbeitskleidung halt !

    Etwas später traf ich dann Per Nils am Kamin im Haupthaus wieder. Der Auftritt hier war schon ein ganz anderer, als beim Empfang. Im Verlauf unserer Unterhaltung stellte sich dann heraus, daß er einer der Rentierzüchter mit der größten Herde in Skandinavien ist ! Per Nils ist dafür bekannt, daß er immer einen kleinen Teil seiner Herde besonders zahm und menschfreundlich hält. So hat er mit seinen Tieren schon an vielen, auch internationalen, Filmen mitgewirkt, immer dann, wenn Rentiere in Action gebraucht wurden.

    Beiläufig erzählte er auch, daß er vor ein paar Wochen in der Schweiz in St. Moritz gewesen sei. "Was machst du denn bei den Schönen & Reichen in St. Moritz ?" fragte ich ihn. "Ja, die Pferderennen auf dem gefrorenen Moritzer See hätten in diesem Jahr ein Jubiläum gehabt und man wollte beim Ski-Jöring (1 Mann auf Skiern hinter einem Pferd) dem Publikum etwas Besonderes bieten, .......nämlich diesmal Männer hinter Rentieren ! Also habe man bei ihm angefragt." war die Antwort.

    Somit packte Per Nils einige Rentiere in einen Transporter und fuhr mal eben für einige Wochen mit ihnen ~3.200 km in die Schweiz. Wo er denn mit seinen Tieren untergekommen sei ? "Oh, I stayed in 'Biwer' (Bever) !" Erfreut sagte ich, ".........das ist ja ganz nahe, wo wir auch jedes Jahr sind." "Where ?" "We are in Madulain, two villages more down the river." - "Ok, dann weiß ich, wo ihr seid."

    Ich glaube, ich habe wohl etwas erstaunt geschaut ! Kaum einer in Deutschland kennt den Ort Madulain und dieser "Bauer"/Same aus dem hohen Norden Europas sagt ganz selbstverständlich " Ich weiß !"

    Was habe ich an diesem interessanten Nachmittag und Abend gelernt ?

    1.) Beurteile nie einen Menschen auf den ersten Blick und schon gar nicht nach seiner Kleidung ! 2.) Ganz Europa kann ein Dorf sein, in dem man die unglaublichsten Menschen kennen lernen kann !


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    P.S.: Die nächste Geschichte wird von unseren früheren Huskies Jennis und Spice handeln und die Frage beleuchten :" Können Hunde petzen ?". Erscheint ca. ab 20.7.25. Ihr dürft gespannt sein !

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    • July 20, 2025 at 1:14 AM
    • #8

    Hier jetzt die Geschichte zweier Hukies und die Frage : "Können Hunde petzen ?"

    Vorab : Als Spice seinen Bruder Snow im Alter von fast 10 Jahren verlor, lebte er aber mit der Ankunft der jungen weißen Huskyhündin Jennis noch mal so richtig auf.

    Die beiden wurden unzertrennlich und Jennis lernte von ihm so ziemlich alles, was ein Husky so wissen & können muss.

    Auch Spice hatte ich beibringen können, nicht mehr zu jagen. Halt ! mit einer Ausnahme, er hasste Igel und wenn immer er einen zu Gesicht bekam, nahm er sich diesen vor.

    Das lief wie folgt ab : Ohne sich zu verletzen, trug er den Igel im Fang an einen ruhigen Ort, legte den zusammen gerollten Igel ab und wartete. Öffnete sich der Igel, wollte er zupacken und der Igel machte erneut die Kugel.

    Ab da aber verlor Spice die Geduld und begann, dem Igel mit seinen kleinen Vorderzähnen einen Stachel nach dem anderen auszuzupfen. Sein Motto war wohl : "Ich hab Zeit und irgendwann hab' ich dich nackt". Nicht nur, daß "Igelzupfen" überhaupt nicht geht, holte sich Spice bei solchen Aktionen auch alles mögliche Ungeziefer, das Igel so mit sich tragen.

    Also wurde unser heimisches Grundstück igelsicher umzäunt und Spice bei Spaziergängen schärfstens ermahnt, Igel in Ruhe zu lassen. Das alles bekam ja auch Jennis mit und verstand sofort : 'Igel sind tabu !'

    Zu der Zeit fuhren wir noch mit dem Wohnmobil zu dem Campingplatz in der Lüneburger Heide. Den gemieteten Platz durften wir mit einem Netzweidezaun umgeben und unsere Hunde hatten ihren gewohnten Freilauf. Nur igelsicher war DAS nicht und Igel gab es verd.... viele auf dem Platz.

    Eines Abends sitzen wir gemütlich in der Hecksitzgruppe, als Jennis ganz aufgeregt herein geprescht kommt und einen ganz eigenartigen "Hundetanz" vor dem Tisch aufführt und wieder zur Tür rennt. "Die will uns was sagen oder zeigen" meint MalamuteLady und folgt ihr.

    Und tatsächlich, Spice hat wieder einen Igel in der Mache. Also wird Spice gescholten und Jennis gelobt. Das 'Spiel' wiederholt sich in diesem Urlaub noch 2 mal auf die gleiche Art : Immer Jennis mit ihrem "Ich weiß was ! Ich weiß was ! Der Spice hat' 'nen Igel ! Der Spice hat' 'nen Igel !" und ein unglücklicher Igel zwischen Spice' Pfoten.

    Nach 3 x war Schluß ! Ich kann nicht sagen warum ! Entweder hatte Jennis Spice überzeugt aufzuhören oder die Igel mieden unsere Parzelle.

    Ohne unsere Reise hätten wir nie erfahren, wie hilfreich unsere "Petze" Jennis sein konnte.


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    • July 27, 2025 at 5:40 PM
    • #9

    Auch wenn ich die Geschichte schon kannte, einfach köstlich! Ich hoffe nur es mussten nicht zu viele Igel ihre Stachel und vielleicht noch mehr durch Spice verlieren. Dir liebe Jennis auch postum noch ein großes Kompliment und Dankeschön!!!!!

    Liebe Grüße Renate

    Nimm das Leben von der positiven Seite!

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    • July 28, 2025 at 2:40 PM
    • #10

    Urlaubszeit ist Geschichtenzeit ! Heute eine Story von 2020 aus dem winterlichen Dawson City und wie man die herausfordernde dunkle Jahreszeit recht "kommod" überstehen kann.

    In 2020 fand das letzte große YQ von Fairbanks nach Whitehorse statt. Glücklicherweise konnten mein Schwager und ich das Rennen von Dawson City bis Whitehorse als Pressevertreter hautnah begleiten.

    Die Vorbereitungen der Reise waren eher einfach & schnell erledigt. Nur die Unterkunft in Dawson bereitete uns etwas Schwierigkeiten : alle Hotels waren bereits ausgebucht. Somit wichen wir auf AirBnB aus und fanden am Ortsrand/Hanglage auch ein Zimmer mit Terrasse & Bad im Souterrain eines hübschen Holzhauses. Vom Zimmer gab es eine verschlossene Treppe ins obere Stockwerk, das von der Vermietrin, einer Dame so etwa im Alter von Anfang 60, bewohnt wurde.

    An unserem ersten Abend, zurückkehrend vom Saloon des Downtown Hotels, gönnt sich mein Schwager noch eine Zigarette auf der Terrasse und ich betrete das Zimmer. Sofort fällt mir ein eigenartiger Geruch auf und ich denke noch, was raucht der Oskar da denn jetzt für ein Kraut ?

    Aber als er ins Zimmer kommt, fragt auch er gleich, was da so seltsam riecht. Gemeinsam stellen wir fest, daß der schwere, süssliche Geruch von oben durch die geschlossene Tür kommt.

    Wir identifizieren ihn als das Produkt einer wohl gut gefüllten "Grastüte", die da gerade zum Feierabend konsumiert wird.

    Der gleiche Vorgang wiederholt sich auch an den folgenden 2 Abenden. Da es draußen mehr als -30° C hat, ist komplett Durchlüften auch keine machbare Option.

    Also erleben wir eben live, wie man sich einsame Yukon-Winterabende "schön" raucht und daß man auch als passiver Konsument durchaus beim Schlaf davon profitieren kann.

    Wir schlafen auf jeden Fall alle 3 Nächte wie die Murmeltiere. 😁

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    • July 28, 2025 at 6:13 PM
    • #11

    Das war bestimmt ein besonderer Service des Hauses :rolling_on_the_floor_laughing:

    Liebe Grüße Renate

    Nimm das Leben von der positiven Seite!

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    • August 19, 2025 at 3:30 AM
    • #12

    Hallo liebe Forum-Freunde !

    Neben dem weltpolitischen Weltgetöse ist es wohl wieder mal an der Zeit, eine kleine Geschichte vom Reisen neben dem YQ-Trail zu erzählen.

    Waren wir beim letzten mal in Dawson City, so geht es diesmal mit der Begleitung des 2020er YQ in Braeburn weiter.

    Vorgeschichte : 2008 befuhren MalamuteLady, unsere Freundinnen, die "Düsselgirls" und ich mit unserem Guide Trevor Braun den Südteil des YQ-Trail von Whitehorse bis Pelly Cr. und zurück. Dabei übernachteten wir jeweils 2 Nächte in der Scuttlebug-Lodge bei Gastgeber und Eigner Don B. Die Lodge liegt etwa 1,3 km zurückversetzt von der Straße am Braeburn-Lake und ist nur einigen Mushern und den sommerlichen Anglern bekannt.

    Zurück zum 2020er YQ. Bereits auf der Hinfahrt machten mein Schwager Oskar und ich an der Baeburn Lodge den üblichen Zimtschnecken-Stop. Die erste Information auf die Frage nach einem Nachtlager für die Nacht 10./11.2. lautete: "Wegen YQ alles ausgebucht !"

    Als ich aber nach Don B. und seiner Lodge fragte, stellte mir die Dame vom Roadhouse sofort eine Telefonverbindung her und Don bestätigte uns eine kleine Cabin für diese Nacht.
    WOW ! .... und das mitten im YQ-Trubel. Aber auch die Roadhouse-Lady kannte halt meinen Kumpel Trevor Braun.

    Als Oskar und ich dann in Dawson City auf den üblichen Begleit-Tross des YQ-Rennens (HeiCa, Nordmann u.a.) trafen, wurden wir zwar sehr nett aufgenommen, aber irgendwie ließ man uns auch etwas spüren, daß wir die "Greenhorns" seien. Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch !

    Das Rennen nahm dann an der Spitze über Carmacks seinen Lauf nach Breaburn. Hier erlebten wir am späten Nachmittag eine schwer abgekämpfte Michelle Phillips (Platz 2) in der Gaststube des Braeburn-Roadhouse. Zum Abend hin gab es dann folgende Unterhaltung zwischen dem "üblichen Begleit-Tross" und uns : BT:" Fahrt ihr mit uns nach Whitehorse zum Übernachten und morgen wieder her ?" Wir: "Nö, wir übernachten hier vor Ort". BT: "Oh, dann schlaft ihr also im Auto ?". Wir: "Nochmals nö, auf uns wartet 'ne warme Cabin !". BT: "Aber da gibt's doch hier in Braeburn gar nichts ?".

    Darauf Oskar ganz cool : " 'Vitamin B' ist nur für den schlecht , der's nicht hat !". wink.gif Revanche geglückt !

    Wir hatten eine wirklich warme & gemütliche Nacht anstatt einer Fahrt über 2 x 110 km.

    Am Morgen gab's dann zum Frühstück eine der legendären Zimtschnecken :


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    Edited 13 times, last by Snowdog (August 19, 2025 at 4:07 AM).

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    • August 29, 2025 at 8:45 PM
    • #13

    Heute mal eine kleine Story aus der der Kiste : Geschichten, die das Leben schreibt.

    Eine kleine amüsante Begebenheit aus Whitehorse.

    Am Morgen unserer Abreise nach Dawson wollten wir im Burnt Cafe (sehr zu empfehlen) gegenüber der Whitehorse City Hall frühstücken. Überall nur Parkuhren !
    Also wurde nach dem Motto "no risk, no fun" geparkt.
    Leider landeten wir auf der Risk-Seite und fingen uns ein Ticket über 25 $ ein. Kein Wunder, wenn man vor der Stadtbehörde parkt.
    Ich also sofort rüber in die City Hall und zu einer netten Dame an die Kasse:
    "Hallo, wir sind Touristen und wollten gegenüber frühstücken. Leider haben wir noch gar keine Münzen (für die Parkuhren) bekommen", dazu noch treuherziger Dackelblick aufgesetzt, ......und es hat gewirkt.

    Die Antwort war:
    "OK, dann reduziere ich es auf 10$" shocked.gif  cheesy.gif Und den guten Rat, dass es beim Tourist
    Office für Touristen eine kostenlose 4 Tage Parkkarte gibt, den gab es noch gratis dazu.
    Bei soviel Freundlichkeit und Entgegenkommen war der Tag trotz Ticket schon da gerettet.


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    Edited once, last by Snowdog (August 30, 2025 at 4:09 PM).

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    • September 18, 2025 at 5:01 PM
    • #14

    Hallo Snowdog,

    vielen Dank für das einstellen deiner Erlebnisse. Sind immer wieder schön zu lesen und man kann es sich vorstellen. Bilder sind auch sehr gut.

    Danke Dir.

    Gruß Husky_Heinz

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    • September 22, 2025 at 1:49 PM
    • #15

    OK Leute,

    Ihr habt es nicht anders gewollt. Nachdem jetzt doch einige Kommentare zu den obigen Posts eingegangen sind, werde ich noch mal einen neuen Anlauf wagen.

    Heut möchte ich euch auf die Sky High Ranch am Fish Lake nahe Whitehorse mitnehmen.

    Sky High Wilderness Ranch

    Nachdem Oskar & ich nach unserem Flug in Whitehorse angekommen waren, wollte mein Rookie-Schwager gerne selber mal erfahren, was die Faszination Mushing ausmacht und mich 14 x auf den Trail geführt hat.

    Also haben wir eine Musher-Tagestour auf der Sky High Ranch rund um den Fish-Lake gebucht. Zu meiner Überraschung wurde uns Paul Hamlyn, der Vater von Nat Hamlyn vom Step Up Kennel, als Guide zugeteilt.

    Der Rookie & der Guide

    Wir waren sofort auf einer Wellenlänge und vielleicht meinte er es deswegen auch bei der Zuteilung der Hunde besonders gut. Oskar bekam 4 und ich 6 austrainierte Rennhuskies aus seinem eigenen Kennel vor die leeren Schlitten gespannt. Wow ! Was für eine Herausforderung für einen Rookie und einen seit 6 Jahren abstinenten Hobby-Musher !

    Verschneiter Fish Lake

    Die erste Tageshälfte verlief super : Ein tief verschneiter Fish Lake, Sonne, Kälte im angenehmen Bereich und bestens aufgelegte Zwei- & Vierbeiner. Es folgte ein Lagerfeuer mit Brunch am Ende des Sees. Paul und ich kamen schnell ins Fachsimpeln und stellten fest, daß wir viele gemeinsame Bekannte hatten.

    Das Lagerfeuer

    Fachsimpeln unter Mushern


    Die Pause war viel zu kurz, aber es wartete noch ein tricky Rückweg auf uns: rüber zur anderen Seeseite nur noch "glare ice" mit festgefrorenen, kleinen Schneeinseln dazwischen und danach dann noch ein gewundener, enger Bushtrail. Auf dem blanken Eis hat mich's dann erwischt: der Schlitten hakt an einer Schneeinsel ein, kippt und autsch ! der Ellenbogen ! Nichts Dolles, denke ich, ..... aufstehen und weiter geht's.

    Auch den Rest haben wir noch gut bewältigt und nach dem Versorgen der Hunde kommt Paul zu mir und sagt, daß die Tour mit uns einfach toll gewesen sei und er mir etwas schenken wolle. Er verschwindet, kommt zurück und druckst zuerst etwas rum. Dann zeigt er mir eine Strickmütze mit gesticktem "Step Up Kennel" Logo. Die möchte er mir schenken, aber........ sie ist schon mal gegetragen. Natürlich nehme ich an und heute ist sie gewaschen auf vielen meiner Gassitouren im Winter dabei.

    Ich trage sie mit etwas Stolz ! ........ denn, WOW ! was ist das für ein persönliches Geschenk nach nur einem gemeinsam verbrachten Tag.


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    P.S. Der Sturz auf den Ellenbogen hatte noch ungeahnte Folgen. Dazu mehr im nächsten Post.

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    Edited 8 times, last by Snowdog (October 21, 2025 at 12:58 AM).

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    • September 22, 2025 at 6:46 PM
    • #16

    Hallo Snowdog,

    vielen Dank für den Bericht super geschrieben.

    Mehr davon, das wollen wir hier lesen.

    Gruß Husky_Heinz

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    • September 22, 2025 at 8:21 PM
    • #17
    Quote from Husky_Heinz

    vielen Dank für den Bericht super geschrieben.

    Hallo Heinz,

    danke !

    Ich hoffe, die nachträglich eingefügten Bilder gefallen auch.


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    • September 23, 2025 at 2:05 PM
    • #18

    Da es eigentlich zusammen gehört, reiche ich es schon heute nach.

    Ja, was war denn die Sache mit dem angeschlagenen Ellenbogen ?

    Nachdem wir wieder auf Sky High waren und ich mein Geschenk bekommen hatte, wollten wir uns im Haupthaus noch etwas aufwärmen. Als ich den Parka auszog, bemerkte ich, daß sich Unter- & Mittelschicht der Kleidung am Ellenboge sehr feucht anfühlten und man sah auch schon etwas Blut durchsickern.

    He, so hatte sich das doch garnicht angefühlt ! Also alles ausziehen und nachsehen. Das sah dann nicht so gut aus ! Am Ellenbogen ein großes Loch und ein Hohlraum dahinter, aus dem nach wie vor Blut und eine gelbliche Flüssigkeit sickerte.

    Eigendiagnose : geöffneter Schleimbeutel und u.U. freiliegendes Gelenk. Gary, der Ranchmanager, der gerade hereinkam, machte große, runde Augen und verschwand sofort wieder, um mit einem Notfallkoffer zurück zu kommen. Der Verband, den er anlegte, war 1a ausgeführt, half erstmal an diesem Spätnachmittag und bis zurück nach Whitehorse.

    Wie sollte es aber weitergehen ? Zur Ambulance gehen ? Eher nein ! Denn wenn die meinen rechten Arm in irgendeiner Form funktiosuntüchtig machen, ist der Urlaub gelaufen. Denn ich bin der mit dem Führerschein. Also erstmal zu einem Drugstore in der City und sich beraten lassen. Lief super ! Mit einen großen Pack riesiger Mullpflaster und 2 Dosen Desinfektionsspray tigerten wir wieder gen Hotel. Bereits am Abend war die Blutung gestoppt, aber für mehre Tage musste ich 2x am Tag durch Armbeugen die Synovialflüssigkeit durch das Verletzungsloch "abpumpen". Dann wurde desinfiziert und ein neues Mullpatch aufgebracht. Mein Schwager war mir jedes Mal eine große Hilfe dabei.

    Schmerzen gab es so gut wie keine, nur beim freihändigen Autofahren war das Ganze doch etwas störend. Abhilfe schaffte der zusammen gelegte Daunenparka auf der riesigen Mittelkonsole des GMC Yukon. Der Parka gab eine komfortable Armablage ab. Problem gelöst !

    Die Verletzung heilte auch im Verlauf der Reise immer weiter ab und verschwand in D dann ganz.

    FAZIT :

    • Egal, wie erfahren, beim Mushing kann immer was passieren.
    • Auch vermeintlich kleine Ursachen können größere nach sich ziehen.
    • Eine gute Erstversorgung von Verletzungen ist essentiell.
    • Drugstores in Canada bieten eine wirklich gute Beratung.
    • Nicht mit jeder Verletzung muß gleich die Ambulance bemüht werden. (Geht im Bush bei mehrtägigen Touren sowieso nicht.) Don't panic !
    • Bei längeren, einsamen Outdoor-Unternehmungen sollt man schon gewisse medizinische Grundkenntnisse mitbringen *.

      * So habe ich mich von Unfallchirurgen z.B. in verschiedenen Nahttechniken unterrichten lassen. Ich hatte immer einige sterile Nahtsets dabei. Habe sie nie gebraucht, mich aber sicherer gefühlt.


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    Edited 2 times, last by Snowdog (September 23, 2025 at 6:31 PM).

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    • September 23, 2025 at 4:48 PM
    • #19

    Hallo Snowdog,

    ich sag mal Rambo war bestimmt Dein Vorbild.............................

    Man oh man, da gehört schon was dazu.......................Respekt.

    Danke für das einstellen.

    Gruß Husky_Heinz

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    • September 28, 2025 at 10:05 PM
    • #20

    Hallo !

    Wie kam Dee Dee Jonrowe an den Stand der Fa. Eli Lilly auf dem jährlichen US‐Krebskongreß ?

    Zu der damaligen Zeit hatte die Company ein neues Krebstherapeutikum auf den Matkt gebracht. Dessen Werbe- & Markenzeichen war ein Husky. Der stand symbolisch für Stärke, Ausdauer und Verlässlichkeit. Also für all das, was das Duo Patient & Therapeutikum währen einer Therpie aufbringen sollte.

    Zur eben dieser Zeit kämpfte Dee Dee mit ihrer Brustkrebstherapie und stand nur wenige Wochen nach der letzten Chemo wieder auf den Kufen.

    Als die Firma für ihren Stand auf dem Krebskongreß eine besondere Attraktion suchte, stieß man geradezu zwangsläufig auf Dee Dee Jonrowe : Sie hatte Huskies, kämpfte erfolgreich gegen Krebs und hatte wohl auch Zeit.

    Also wurde sie zusammen mit einem Schlitten und einigen Stoffhuskies für die gesamte Kongreßdauer engagiert. Echten Huskies wollte man den Stress eines Kongresses nicht zumuten.

    Als MalamuteLady als Betreuerin der dt. Teilnehmer und als dt. Standbesetzung dort eintraf, war sie über die Aufmachung erstaunt und erfreut zugleich. Schnell war sie mit Dee Dee in ein Fachgespräch über Mushing geraten und wann immer es in diesen Tagen möglich war, wurde es vertieft und fortgesetzt.

    Am Ende schenkte Dee Dee MalamuteLady das signierte Kongressplakat.

    Für MalamuteLady war das eine Reise der ganz besonderen Art, auch wenn sie nicht unmittelbar mit einem selbst befahrenen Trail zusammen hing.


    Mush on Swabian Snowdog

    P.S. Ich denke Dee Dee Jonrowe wäre ein würdiges Mitglied in dieser ID Hall of Fame. Sie ist einfach eine starke und wunderbare Frau & Musherin !

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    Edited 3 times, last by Snowdog (September 29, 2025 at 8:18 AM).

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