Ich habe dies schon mal angesprochen:
Es gibt ein paar gute Musher, die dem Rennen vor dieser Entscheidung dem YQA 750 zu gesagt haben. Gut so !
Inzwischen wartet allerdings jeder gespannt darauf wie der Yukon River zufriert. Das wird sicherlich nicht vor Mitte Dezember passieren.
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Nun aber zum Rest der Geschichte:
Das Yukon Quest wurde von Trappern und Mushern mehr oder weniger angetrunken spät abends vor langer Zeit mal in einer Kneipe ausserhalb von Fairbanks erfundenen:
“Ich schlag dich mit den Hunden in meinem Hof in einem Rennen von Fairbanks aus sicherlich bis nach Circle”
“Ich schlag dich bis nach Dawson. Meine Hunde koennen das.”
Noch ein Bier….
"Ich schlag dein Team bis nach Whitehorse… “
“Wie wäre es mit Seattle ?” (Diese Frage kam nach weiteren Bieren der Sage nach wirklich auf…)
Damals waren es Trapper und Hundeführer, die sich über die Fähigkeiten ihrer Teams stritten und eine Wette machten:
“Mein Team kann mit mir weit mehr Trails brechen als deins”
“Du hast doch keine Ahnung was meine Leithunde tuen können…”
Es war eine Wette, die schlussendlich zu einem großartigem Rennen wahrer Hundeführer wurde.
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Langstrecken-Schlittenhunderennen in Nordamerika gehen zu Grunde.
Es kostete Musher früher mal 10.000 Dollar um beim Quest anzutreten. Der Gewinner bekam 28.000 $
38 Teams traten damals an. Die 10.000 $ um beim Rennen anzutreten beinhalteten in kleinster Weise die Hundehaltung, das Training oder die Fütterung ueber den Sommer.
Heute…. ?
Um Preisgelder zu gewinnen braucht man heut zu Tage spezielle Fütterung, leichte Aluminium Schlitten und was auch immer an toller Ausrüstung.
Die Tage in denen ein Mann wie John Schandelmeier (gewann 1996) in seinem altem RefrigiWear Anzug oder ein alter bärtiger Trapper namens Charlie Boulding (gewann 1991 und 1993) das Rennen mit einem Holzschlitten als Sieger beendeten sind lange vorbei.
“Tolle Leistung” sagte ein Reporter damals zu Charlie: Was fütterst du den Hunden?” - “Lachshappen von unserem Fischrad von am Fluss gefangenen Lachsen und Bieber aus meinen Fallen. Fuer teures Hundefutter habe ich kein Geld. ”, antwortete er. “”Sie lieben Bieberfleisch, … speziell die fettigen Schwänze aber dafuer muessen sie mit mir die Trapline abfahren. Sie verdienen sich ihr Futter...”
Auch Frank Turner ist erwähnenswert. Er setzte immer auf seine grossen pelzigen Hunde, die nie schnell waren aber über lange Kilometer fuer fast immer durch tiefen Schnee, Stürme und Kälte oder verwehte Trails trotten konnten.
Damals haben sich Hunde entlang des Trails mit ihrem dickem Pelz bei -40C einfach in den Schnee eingescharrt und sind mehr oder wenig gemütlich eingeschlafen. Wahre nördliche Trapperhunde…
Damit war die Langstreckengeschichte grosser ordischer Hunde allerdings zu Ende.
Die nun neu geschaffenen schnelleren 'Rassen', die nun Rennen mit leichten Schlitten gewinnen, haben unter -30C ernsthafte Probleme.
Wir durften damals aber noch zugucken, als wahre Trapper (Charlie Boulding 1991/1993 und John Schandelmeier 1996) das Yukon Quest gewonnen haben.
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Nie wieder wird ein Trapper mit seinem altem Holzschlitten ein Langstreckenrennen gewinnen.
Heutzutage gibt es teure aber leichtgewichtige Mahlzeiten fuer Hunde. Die alten Holzschlitten der damaligen Trapper werden nur noch belächelt….
Leider ist das Rennen heutzutage wie auch das Leben von Trappern die ihre Hunde nicht einfach benützen sondern damals auf sie angewiesen waren (!) inzwischen tot.
Motorschlitten und Buschflugzeuge haben inzwischen allerdings das ersetzt, was früher mal Stotz einer Familie und eine Frage des Überlebens waren.
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Ich hoffe trotzdem, dass die Rennen weiter bestehen und die alte Kultur weiterhin gepflegt wird.
Wenn ich allerdings alte Freunde des Yukon Quest Trails treffe und wir uns in die Augen schauen, müssen wir nicht viel reden.
Wir wissen alle, dass wir in den vergangenen 28 Jahren den letzten Höhepunkt der wahren alten Schlittenhunderennen in Nordamerika mit stolzen Frauen und Männern erleben durften und sind alle dankbar fuer die Zeiten die wir mit Hunden und Mushern erleben durften.
Die Rennen wie sie früher mit Stolz und und den dickköpfigen, trottenden und pelzigen Trapperhunden geführt wurden wird es nie wieder geben.
Die Frage nach dem fünftem Bier:" Meine Hunde in meinem Hof können die Hunde in deinem Hof ganz sicher bis nach Whitehorse schlagen..." wird es auch nie wieder geben.
Man kann nur glücklich sein diese Zeiten hautnah erlebt zu haben.
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Trotzdem werden sich die alten Rennen weiter entwickeln, aber eben nur in viel diskutierter Form.
Soweit zu meiner Meinung....